Bosnien Heimreise – Trebisnjica und Drina (Walter Mück)

Von Stolac führte uns die Reise zum südlichsten Punkt, nach Trebinje. Diese Stadt durchfließt ein merkwürdiges Gewässer, die Trebisnjica. Ihre Karstquelle ist in einem Stausee versunken, im Unterlauf endet ihr oberirdischer Verlauf in einem langen Betonkanal, aus dem die riesigen Weingärten bewässert werden. Der unterirdische Abfluss mündet angeblich bei Dubrovnik in die Adria. Wir paddelten 4 km durch das Stadtgebiet unter einer alten Türkenbrücke durch, am Ufer historische Wasserräder. Da wir noch genügend Zeit hatten, beschlossen wir die Reise, nun nordwärts, fortzusetzen. Der Weg führte uns durch den gewaltigen Sutjeska-Canjon zur Drina, wo wir in Brod das wunderbare Hotel Bavaria fanden. Am nächsten Tag, 25.5.2026, startete unsere Truppe auf der Drina vom Raftcamp in Bastasi 20 km bis Foca. Durch den Schwallbetrieb des Piva Stausees war die Wasserführung von 120 m3/s auf 240 m3/s gestiegen, Dietmar führte die Paddler aber sicher durch die kräftigen Schwallstrecken! Die Heimreise am Folgetag führte uns über Sarajewo das Tal der Bosna abwärts bis ins kroatische Osijek, wo wir eine nette Abschiedsfeier am Drauufer genossen, bevor wir über Budapest alle glücklich und wohlauf die Heimat erreichten.
Ein abenteuerlicher Urlaub wie in alten Zeiten, Bosnien, ein Land voller Naturschätzen, gastfreundliche Leute und preiswerte, schöne Lokalitäten! Ob uns so etwas noch einmal gelingt?

 

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