Seit 1979 hatten wir den Süden Jugoslawiens durchforscht. Nach unserer letzten Bosnienreise 1990 meinte Hans Matz, ausreichend Material für sein Buch „Wildwasserfahrten in Jugoslawien“ zu haben. Der Krieg kam dazwischen, ich hatte aber noch viele Projekte im Hinterkopf. Dank junger bosnischer Kajaksportler (www.adventure-trebizat.com, https://white-water.ba/ ) kamen auch neue Vorschläge dazu, und so entstand der Plan zur Reise. Ich war sehr stolz, eine Gruppe von neun Paddlern motivieren zu können: Christl, Gabi und Gerhard, Joe und Heidi, Dietmar, Rudi und Urli! Am 15. Mai starteten wir nach Sanski Most, wo Sana, Sanica und der fast unbekannte Dabar zusammenfließen. Nach einem Starkregen war die Sana auf über 200 m3/s angeschwollen, daher wollten wir den Dabar erkunden. Aus einer riesigen Höhle strömt ein Fluss mit etwa 10 m3/s hervor, eine märchenhafte Landschaft, allerdings gespickt mit Fliegenfischern. Die Aussagen über eine mögliche Befahrung waren widersprüchlich, letztlich erhielten wir eine „Ausnahmegenehmigung“. Angeblich wäre der Fluss sehr leicht, was sich allerdings nach wenigen Kurven als Irrtum herausstellte. Eine enge Waldschlucht mit Resten zweier Wehranlagen erzwang von den meisten eine riskante Umtragung. Schnell wurde der Dabar aber wieder friedlich, und nach 4 km erreichten wir die Sana, der wir noch 8 km mit flotten Wellen bis zu unserem Hotel in Sanski Most folgten.
Fortsetzung folgt!



